The review of an album "Kukushkiny Deti" from a metalmessage.de (de)KALEVALA
Im Gegensatz zu ihren erfolgreichen Heimatkollegen Arkona beispielsweise vokalisiert Kseniya ihren vollauf hörenswerten Vortrag völlig ohne Groll, dafür mit einer opulenten Vielzahl an höchst beschwingten, lebenslustig phrasierten und letztlich angenehm fraulich anmutenden Aufführungen. Zuweilen offenbaren Kalevala auch ihre helle Leidenschaft für schmissig aufbrausende Taktrasanzen, und dann preschen die Beteiligten herrlich spritzig durch ihre Notenblätter. Ingesamt halten sich traditionell angelegte als auch dezent progressive Strukturen ziemlich die Waage – zuweilen geht es auch sehr eingängig her auf „The Cuckoo's Children”, nebst ergreifend balladesk umsetzten Sehnsüchten. Fest steht: Ihre ebenso feine wie zeitlose neue Albumplatte hat die Band definitiv nicht als lauen Schnellfraß für gleichfalls oberflächliche wie untreue Trendhorden vorgesehen – nein, „The Cuckoo's Children” verlangt förmlich nach der absoluten Hingabe einer seriösen Hörerschaft. Es dauert daher schon einige Durchgänge, bis die Scheibe ihr großes Potenzial anfängt zu entfalten, dann aber erschließt sich die durchgehend hohe Güte der enthaltenen tollen Folk Metal-Nummern immer mehr. Immer wieder sind auf dem sehr empfehlenswerten Album wunderbar rührende Akustikgitarrenarrangements zu vernehmen, mit denen Nikita Andriyanov allerfeinsten Gefühlsreigen heraufkreiert. Das Akkordeon hingegen hat sich Alexander Oleinikov hierfür umgehängt, um als Stimmungsmacher par excellence vorbildlich zu agieren – womit er den künstlerisch bemerkenswert schöngeistig gefärbten Kompositionen zusätzliche emotionale Klangfacetten einschleifen kann.
http://metalmessage.de/Reviews3/kalevala.htm © Markus Eck (16.11.2009) |